Wissenswertes

Crosslinking

Crosslinking

Crosslinking ist eine Behandlungsoption beim Vorliegen eines Keratokonus. Es gibt derzeit unterschiedliche Meinungen, ob dieses Verfahren im früheren oder späteren Stadium des Keratokonus Anwendung findet. Jedoch hat sich bewährt, dieses zwischen dem 17. und dem 45. Lebensjahr durchzuführen, da sich die Hornhaut generell im Alter versteift.

Crosslinking dient zur Quervernetzung des Hornhautkollagens. Durch zusätzliche Verstrebungen wird eine erhöhte Stabilität erzielt und somit das Voranschreiten des Keratokonus verhindert, jedoch wird kein Rückgang der Erkrankung erreicht. Ziel ist es, einen so genannten eingefrorenen Zustand herzustellen.

Crosslinking ist ein ambulanter operativer Eingriff unter örtlicher Betäubung. Dabei wird zunächst die oberste Schicht der Hornhaut (Epithel) entfernt um das Riboflavin (Vitamin B2) in die Hornhaut zu geben, welches für neue Querverbindungen zuständig ist. Anschließend erfolgt eine 30-minütige Bestrahlung mit kurzwelligem blauem Licht. Zum Schluss wird in Kombination mit einer Verbands-Kontaktlinse Wundsalbe aufgetragen, welche innerhalb von wenigen Tagen durch den Augenarzt entfernt werden kann. Nach der Operation können zunächst Symptome wie rotes Auge, Blendempfindlichkeit, verschwommenes Sehen auftreten, welche sich innerhalb der ersten Monate legen.

Das Verfahren Crosslinking befindet sich derzeit noch in der Erprobungsphase und könnte möglicherweise in näherer Zukunft als Standardbehandlung bei Keratokonus dienen.   

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